Nur was wir kennen, können wir schützen
Die Stiftung Tier-, Natur- und Artenschutz geht auf den Wunsch von vier Frauen zurück:
Mathilde Ammerl, Erika Gebhard, Eva-Maria Kroh und Rosa Maria Rödle.
Ihnen lag der Schutz bedrohter Tierarten und ein aktiver, fachlich fundierter Tierschutz ganz besonders am Herzen. In persönlichen Gesprächen mit Prof. Dr. Henning Wiesner vor ihrem jeweiligen Tod betonten sie immer wieder, dass ihr Vermögen dauerhaft einer gemeinnützigen Einrichtung zugutekommen soll – und zwar so, dass es konkret zur Erhaltung von Arten beiträgt, heute und in Zukunft.
Prof. Dr. Henning Wiesner
Prof. Dr. Bernd Schildger
Zunächst wurde ihr Wille in einem gemeinnützigen Verein umgesetzt, der „Akademie für Zoo- und Wildtierschutz e.V.“, die seit 2010 erfolgreich Projekte im In- und Ausland unterstützt hat. Damit diese Arbeit langfristig und gesichert weitergeführt werden kann, hat der Verein die Stiftung Tier-, Natur- und Artenschutz ins Leben gerufen.
Die Stiftung wurde Ende 2024 von der Regierung von Oberbayern anerkannt und ist seit 2025 operativ tätig. Sie soll dazu beitragen, den Willen der Erblasserinnen nachhaltig abzusichern.
Was wir tun
Die Stiftung fördert nationale und internationale Projekte, die sich mit Tier-, Natur- und Artenschutz beschäftigen, sowie mit Tierzucht im Sinne des Erhalts genetischer Vielfalt beschäftigen. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Schwerpunkte:
1. Erhalt bedrohter Arten und alter Nutztierrassen
- Unterstützung von Projekten im natürlichen Lebensraum (In-situ)
- sowie in Schutz- und Zuchtprogrammen (Ex-situ)
- immer mit dem Ziel, bedrohte Arten und alte Haustierrassen langfristig zu sichern.
- Wissenschaft und Forschung
- Förderung wildbiologischer und veterinärmedizinischer Forschungsprojekte
- Unterstützung von Wiedereinbürgerungsprogrammen in Schutzgebieten und Nationalparks
- Zusammenarbeit mit Zoos und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen.
Bei allen Projekten legt die Stiftung größten Wert auf Nachhaltigkeit:
Es geht nicht um kurzfristige Aktionen, sondern um langfristig angelegte Vorhaben, die messbar zur Erhaltung von Arten und ihrer Lebensräume beitragen.
Fachliche Leitung
Der Vorstand der Stiftung wird entsprechend der Idee der Erblasserinnen immer von einer Fachtierärztin oder einem Fachtierarzt für Zoo- und Wildtiere geführt: Prof. Dr. Henning Wiesner und Prof. Dr. Bernd Schildger. So ist sichergestellt, dass Entscheidungen fachlich fundiert getroffen werden und Projekte ausgewählt werden, die sowohl wissenschaftlich sinnvoll als auch praktisch umsetzbar sind.
Die Stiftung Tier-, Natur- und Artenschutz verbindet damit den Willen ihrer Stifterinnen mit moderner Forschung und praktischer Naturschutzarbeit – damit auch kommende Generationen die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten erleben können.